Veränderungen, oder Veränderungsnotwendigkeiten erkennt wohl jeder dann und wann in seinem Leben. Manchmal, so die Erfahrung oder auch schlichtes Wissen, ist es weitaus schwieriger sich selbst zu verändern als in anderen die Einsicht in die Notwendigkeit zu wecken.
Warum ist das so? Ist es die Beobachtung “auf Abstand”, das Unbeteiligt sein, der Vorteil “man muss es ja nicht selbst tun”? Es gibt sicher auch zu diesem Thema Bücher, Veröffentlichungen usw. im Web. Wie real, wie objektiv ist das aber? Nun ja – Objektivität ist eine Illusion. Objektivität ist etwas hinter dem wir uns verstecken können, wenn etwas schief läuft. Und wenn es gut läuft? Na dann waren WIR Spitze!
Ich bleibe hier mal bei den Fakten. Und die sind nicht ganz so spektakulär. In allem was wir aufnehmen (über unsere 5 Sinne) werden wir, bei der Verarbeitung des Eindrucks, immer auch unsere Persönlichkeit einfließen lassen. Man kennt dieses Phänomen bereit aus dem Bereich Kommunikation. Wenn wir lesen, ein Bild ansehen, ein Musikstück hören dann ist das auch Kommunikation. Wenn wir berührt werden, etwas riechen dann ist das Kommunikation.
Zurück zum Thema Veränderung – Veränderungsnotwendigkeit:
Wir nehmen einen Zustand wahr, Subjektiv! “Uns passt etwas nicht”. Dieser “Zustand” allein bringt uns aber noch nicht dazu einen Veränderungsprozess einzuleiten. Wir haben, je nach Persönlichkeitsstruktur, die Möglichkeit uns “in unser Schicksal zu fügen” oder aber den Zustand zu verändern. Sicher, es gibt diesbezüglich Varianten die ich hier nicht beschreibe. Ich will das hier aber auch nicht zu psychologisch werden lassen.
Verschlimmert sich der beschriebene Zustand aber, spüren wir als Person: Hier fehlt was, ich bin nicht mehr zufrieden, mein Unwohlsein verstärkt sich – das kann bis zum Versuch des “Ausbrechens” gehen. Das verstehe ich als negativ da ein Ausbrechen (man kennt das von einem Auto oder einem Tier) immer auch einen Kontrollverlust darstellt Zu Verweilen in dieser Situation kann sich bis hin zur “Apathie” entwickeln. Dies hingegen bedeutete eine Art der Selbstaufgabe.
Sie merken vielleicht an Hand meiner Ausdruckweise: Ich habe zum großen Teil mit einer dissoziativen Sprache kommuniziert.
Warum – wo es doch noch immer ICH bin der hier über sich selbst schreibt? Die Antwort auf die Frage ist recht einfach: Durch die Form der Dissoziation kann man verpauschalieren, es nüchterner betrachten – Emotionen “runter fahren” Das ist notwendig um die Subjektivität soweit wie möglich zu minimieren. Es gelingt freilich nicht zu 100 Prozent. Emotionen sind ein Motor unseres Handelns. Optimismus, Träume usw. spielen mithin eine gleichwertige Rolle.
Die Notwendigkeit, der Wille sich zu Verändern hat nun auch mich ergriffen.
Warum? Nun, ich bin mit dem was ich beruflich und privat tue bisher sehr zufrieden gewesen. Bisher! Nun, vielleicht liegt es am Alter – vielleicht liegt es an meiner sich verändernden Persönlichkeit – vielleicht aber auch nur an meinen persönlichen Bedürfnissen, denke ich das es Zeit wird für eine grundlegende Überarbeitung meiner Lebensziele.
Nun ist es im Bereich Management – also auch des managen der eigenen Person, bekannt wie man beginnt:
Man beginnt mit einer Zieldefinition:
Ziel meiner Veränderung ist es zurück zu kehren in die Umgebung in der ich aufgewachsen bin. Ziel ist es, in dieser Gegend eine Festanstellung zu bekommen – aus der Selbstständigkeit möchte ich raus. Ziel ist es, nach all den Jahren der Selbstständigkeit, ein “zu Hause” zu finden. Nach all den interessanten, spannenden, lehrreichen Erfahrungen, den Begegnungen mit interessanten Menschen, außergewöhnlichen Situationen, spannenden Herausforderungen möchte ich nun nicht mehr aus dem Koffer leben, Hotels mein zu Hause nennen.
Ein Gedanke bei dieser Zieldefinition erschreckt mich. Ich bin doch “erst” 44 und für meinen Arbeitsbereich nun wirklich noch nicht zu alt. Nun ja, ich weiß, es gibt Gründe für diesen Schritt. Gesundheitlich, Emotional. Moment – Emotional, ich? Ja. auch als jemand der fürs Management und im Management arbeitet sind Emotionen erlaubt wenn es um die eigene Persönlichkeit geht!
Das Thema “Zieldefinition” ist nun erst einmal abgeschlossen. Ist es das wirklich? NEIN! Zieldefinition die RICHTIG gemacht wird benennt einen festen Zeitpunkt zu dem das Ziel erreicht
Also füge ich der Zieldefinition den Zeitpunkt an an dem ich mein Ziel erreicht haben will:
:Mein Ziel ist es: Ein Umzug und eine Festanstellung bis zum Juli 2012!
So simpel beginnt der Bereich Unternehmensstrategie auch – mit der Beantwortung der Frage: Wo will ich mit meinem Unternehmen zu einem bestimmten Zeitpunkt stehen?
Schwieriger ist die nächste Frage zu beantworten: Wie will ich dieses Ziel erreichen?
Man zerlegt die Strategie – das Ziel aus der Zieldefinition in Teilziele! In Bezug auf meine persönlichen Ziele bedeutet dies dann:
1. Teilziel: Eine Wohnung suchen
2. Teilziel: Eine Festanstellung suchen.
oder umgekehrt? Hier hilft uns z.B. das “Eisenhower Prinzip”
Hier kann man ganz schnell feststellen: Wo die Prioritäten sind liegt an der finanziellen Ausstattung. Ist es wichtig zunächst die Festanstellung zu bekommen ist Pkt 2. Eine A – Aufgabe / Ist die finanzielle Ausstattung jedoch mehr als optimal dann ist Punkt 1. eine A – Aufgabe
Bei der weiteren Verfahrensweise wendet man am sinnvollsten Kenntnisse aus dem Projektmanagement an. Ich werde dieses Projekt einfach einmal an Hand eine Projektplans (Projektstrukturplan) einfügen.
Was zunächst noch sehr Chaotisch erscheint, ergibt mit diesem PSP über 2 Ebenen schon eine Logik.
Bricht man diesen PSP nun um noch eine weitere Ebene runter dann kann man bis ins letzte Detail alles in diesem Plan erfassen. Beispiel: Netzwerke veröffentlichen 1.1 – nächster Schritt wäre die Antwort auf die Frage: Welche Netzwerke?
Hier muss man aufpassen dass es nicht zu tief geht – ein PSP soll die Übersichtlichkeit vereinfachen.
Wer diese einfache Verfahrensweise an Hand meines Beispiels mit verfolgt, wird für seine persönlichen Vorhaben und Planungen, ein einfaches Werkzeug erlernen, um gut geplant und weitgehend ohne Überraschungen sein Vorhaben umzusetzen.
Ich freue mich auf Mitteilungen, Anregungen, Anfragen unter: management-referent@t-online.de
Herzliche Grüße aus Berlin
Silvio Tederahn