Unternehmensleitung – der Blick über den Tellerrand (weil nicht nur die Bilanzen zählen)

Kennen Sie das?

Unternehmungen jeder Größe und jeder Art sind in den Schlagzeilen wenn die Insolvenz droht, wenn die Unternehmen in einer finanziellen Schieflage sind.

Dann werden ganz schnell, wenns noch nicht die Zeit für den Insolvenzverwalter ist, Unternehmensberatungen jeder Größe und jeden Bekanntheitsgrades zu Rate gezogen.

Unternehmensberater sehen sich dann zunächst die Zahlen an. Gehen dann ins Detail wie Unternehmensstrategie, Personaltableau, usw – alles mit den Zahlen im Hinterkopf. Die müssen stimmen. Danach richtet sich eben auch die Erfolgsbilanz.

Die Bilanzen der Unternehmungen, die Zahlen die Sie sehen – all dies ist allerdings Ausdruck einer Reihe von Entscheidungen. Eben diese Entscheidungen sind das Wohl oder Übel einer Unternehmung.

Unternehmensberatungen, das möchte ich zu Beginn gleich klar stellen auch um Missverständnisse zu vermeiden, handeln in diesen Momenten richtig – wenn auch m.E. nach zu einseitig.

Für Sie als Leiter eines Unternehmens allerdings sollten die Zahlen etwas anderes bedeuten.

Hierzu ein Beispiel:

Jemand kommt mit den Verdacht auf einen Herzinfarkt in ein Krankenhaus. Der Notarzt sieht am EKG vor Ort bereits den Herzinfarkt an Hand einer ST Hebung oder ST Senkung. Er sieht den Blutdruck, den Puls die Vitalwerte. Der Patient kommt ins Krankenhaus, die Gefäße werden eröffnet, evtl Gefäßstützen gesetzt.

Der Patient hat ERST EINMAL überlebt. Es beginnt die Suche nach den Ursachen:

Ungesunde Lebensweise, erblich bedingtes erhöhtes Risiko usw.

Nun geht niemand davon ernsthaft aus, dass Ihr Unternehmen „erblich“ zum kränkeln neigt. Es hat also Ursache in falschen Entscheidungen. Auch hier geht niemand davon aus dass diese bewusst getroffen wurden.

Was also ist passiert – wie kann es dazu kommen?

War Ihre Priorisierung vielleicht nicht optimal? Haben Sie vielleicht gedacht: Hauptsache die Zahlen stimmen und alles andere hat sich unter zu ordnen?

Hier lag dann vielleicht der Fehler!

Was tun? Die Antwort ist recht klar wenn Sie sich die folgenden Fragen stellen:

1. Frage: Was ist meine Aufgabe als Leiter einer Unternehmung? 

  • Ihre Aufgabe ist die Zieldefinition für die GESAMTE Unternehmung! Sie MÜSSEN die Frage beantworten wo Ihre Unternehmung zu einem bestimmten Zeitpunkt stehen soll! Sie legen die Unternehmensstrategie fest!  Ist dieses Ziel klar definiert und auch per Datum festgeschrieben dann folgt

2. Frage: Wie erreiche ich dieses Ziel? Hier spricht man von der operativen Planung!

  • Ihre Aufgabe hier ist die Klärung der Ressourcen Ihrer Unternehmung! Sie müssen an dieser Stelle klären ob für das strategische Ziel die Ressourcen vorhanden sind, wo und wie fehlende Ressourcen beschafft werden können. Hier spreche ich nicht ausschließlich von finanziellen Ressourcen. Ich spreche auch von HR usw. An dieser Stelle erst ist ein Blick auf die Finanzen wichtig. Dieser Blick ist zunächst ein Gesamtüberblick – NUR DER IST FÜR SIE WICHTIG!

3. Frage: Welche einzelnen Schritte sind erforderlich? Man spricht hier von der taktischen Planungsphase!

  • Hier gehts dann tatsächlich ins Detail. Aber auch das ist nicht so kompliziert wie sich das anhört oder liest. Da ich mit diesem Blog auch ne kleine Hilfestellung geben möchte folgender Tipp: Nutzen Sie hier zur Planung ein Element aus der Projektplanung. Den Balkenplan! Achten Sie hier auch auf die Einrichtung von Meilensteinen. Die sind wichtig um frühzeitig Abweichungen erkennen zu können und notfalls einzugreifen! Wie Sie das machen können teile ich Ihnen gern mit! Kontaktieren Sie mich bitte einfach.

Zur operativen und taktischen Planung sollten Sie, sofern vorhanden, Abteilungsleiter hinzuziehen. Das ist wichtig wegen

  1. Um Ihre Mitarbeiter auf den Weg mitzunehmen. Sie steigern damit die Motivation Ihrer Mitarbeiter und diese identifizieren sich eher mit dem Unternehmen als wenn ihnen eine Entscheidung einfach mal so vorgesetzt wird.
  2. Ihre Abteilungsleiter kennen die Ressource, das Potenzial der Abteilungen besser als Sie
  3. Sie kennen die ihnen zugeordneten Mitarbeiter besser als Sie und können entsprechend einwirken 

Möglich ist auch, je nach Größe der Unternehmung, das Einrichten einer Stabsstelle – direkt unterm Management angelegt. Diese Stabsstelle hätte die Aufgabe der Fortschrittsüberwachung, könnte frühzeitig die Abweichungen erkennen und melden usw. Diese Stelle könnte ein Mitarbeiter aus dem Controlling besetzen. Es könnte aber eben auch ein(e) Externe(r) Auftragnehmer(in). Hier ist zwingend erforderlich eine umfassende Managementausbildung. Nur BWL reicht nicht, nur Marketing reicht nicht…… Diese Kraft ist als beratene Kraft dem Management zugeordnet und sollte die Infos auch so verstehen und destillieren das sich das Management eben nicht verzettelt.

Auch wenn die Stabsstelle zunächst KEINE Weisungs- und Disziplinarrechte hat ist sie doch zur Überwachung, Meldung und als entscheidungsvorbereitende Stelle sehr hilfreich! Auch das ist nur als Tipp zu verstehen.

Hier noch eine kleine Hilfe wie Sie Priorisieren können!

Eisenhower Prinzip

Abschließend bitte ich um Ihre Rückmeldung und bedanke mich herzlichst für Ihre Mühe! Gern nehme ich auch Ihre Anregungen,Tipps oder Fragen entgegen. Vielen Dank auch dafür!

Ihr Silvio Tederahn

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